Doing Gender – die Steigerung

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Wer das biologische Geschlecht „dekonstruiert“, die Zweigeschlechtlichkeit kulturell kodiert, wer Geschlecht nicht ist, sondern tut und zwar als Wiederholungstäterin, dem ist vielleicht nicht die Geschlechtsidentität, sondern viel mehr die intellektuelle Identität abhandengekommen.

Die Tatsache, dass es starke und schwache Männer ebenso wie schwache und starke Frauen gibt, widerlegt ja nicht das biologische Geschlecht. Und wenn Buben mit Puppen spielen und sogar selbst die Kleidung dafür nähen, sagt das noch lange nicht, dass das nicht sogar einmal ein „richtiger“ Mann wird. Vielleicht ein bisschen einfühlsamer, wofür die Frauen dankbar sein werden. Und meine kindliche Freundin, mit der ich regelmäßig in den höchsten Baumwipfeln gesessen bin, kann sich durchaus zu einem Vollblutweib entwickelt haben. Was wirklich schwachsinnig ist, sind die gesellschaftlichen Stereotypien, aber auch die widerlegen nicht das biologische Geschlecht, sondern belegen nur die intellektuelle Trägheit der Gesellschaft.

Dazu kommt, dass sich das biologische Geschlecht auch nicht auf Penis und Vagina reduzieren…

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Gender, Sex und andere Diskriminierungen

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Jedes Haustier schafft es mit Sicherheit, Gender und Sex auseinanderzuhalten. Warum sind manche MenschInnen dazu einfach nicht in der Lage?

Im Englischen bedeutet „gender“ das soziale und „sex“ das biologische Geschlecht. Ist doch ganz einfach, oder? Nur wir sind offenbar nicht fähig, das auseinanderzuhalten. Wir müssen gegen alte Klischees auftreten, also müssen wir neue Klischees schaffen.

Betrachten wir einmal die „Sex-.Fraktion“ und die „Gender-Fraktion“ – auch so eine Schubladisierung, aber in diesem Fall vielleicht ganz nützlich. Die „Sex-.Fraktion“ weiß einfach nichts davon, dass es auch ein soziales Geschlecht gibt und sich das nicht mit dem biologischen decken muss. Da haben Babys blaue und rosa Mascherl, da spielen Buben mit Autos und Mädchen mit Puppen und erstere wollen Mechaniker, letztere Friseurin werden, oder was halt so gerade in ist.

Genau gegen das läuft die „Gender-Fraktion“ Amok. Diese antiquierten Rollenbilder müssen aufgebrochen werden. Mädchen müssen auf Bäume klettern und Buben…

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„Islam als Religion der Barmherzigkeit“

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Derislamische TheologeMouhanad Khorchide legt in seinem neuen Buch „Islam ist Barmherzigkeit. Grundzüge einer neuen Religion“ eine neue Sicht auf den Islam vor.

Das Buch präsentiert ein sowohl für die meisten Moslems als auch für Christen völlig ungewohntes Bild des Islam. Sind sie doch beide gewohnt, Gott – im Gegensatz zum liebenden Gott der Christen – als transzendent, unnahbar, bestenfalls als strafenden Gott zu sehen. Allerdings ist dieser Ansicht von Moslems und Christen ebenfalls gemeinsam, dass sie über den Koran urteilen, ihn aber gar nicht kennen. Khorchide erklärt aus dem Koran, dass sich Gott in seiner primären Eigenschaft als Barmherzigkeit offenbart hat, dass er Barmherzigkeit und Liebe ist. 113 der insgesamt 114 Suren des Koran beginnen mit den Worten: „Im Namen Gottes, des Allbarmherzigen, des Allerbarmers…“

Das nächste Problem ist, dass die meisten Moslems gar nicht danach fragen, von welchem Gott der Koran spricht, wichtig sind ihnen nur Glaubenssätze…

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Ökumene als gemeinsamer Weg zur Einheit

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Einheit trotz legitimer Vielfalt. Kardinal Walter Kaspers Buch über „Wege zur Einheit der Christen“.

Die Ökumene, das Ringen um die Einheit, bezeichnet Kardinal Walter Kasper als die große Errungenschaft des sonst so dunklen 20. Jahrhunderts. Sie hat eine Vorgeschichte, die katholische Kirche stand ihr lange Zeit reserviert, ja ablehnend gegenüber, aber sie war das Leitmotiv des 2. Vatikanischen Konzils. Und zum Leidwesen mancher „konservativer“ Christen wurde sie von Papst Johannes Paul II. als unumkehrbar bezeichnet. Das Konzil hat erstmals den Absolutheitsanspruch der Römischen Kirche aufgebrochen und anerkannt, dass es auch Heil außerhalb der Kirche, ja sogar Kirche außerhalb der Kirche geben kann und gibt. „Der Heilige Geist ist keinesfalls an den Dienstweg gebunden.“ Es kann nicht nur Elemente der Kirche auch außerhalb der Kirche geben, es können manche solcher Elemente außerhalb der Kirche sogar deutlicher verwirklicht sein als innerhalb der katholischen Kirche.

Ökumene heißt nicht, den kleinsten gemeinsamen Nenner zwischen…

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