Vom Ego zu Gott, zum Atman, zum Nirvana

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In den üblichen Denk-Schablonen ist das Christentum monotheistisch, der Hinduismus mit seinen über 300 Mio. „Göttern“ ist polytheistisch und der Buddhismus ist keine Religion oder eine Religion ohne Gott. Das ist genauso anschaulich wie grundfalsch.

Der Buddhismus ist eine rein pragmatische Religion mit einem gehörigen Schuss Psychologie. Es geht um das Loslassen des Ich, des Ego, um das Lösen der Anhaftung an die Welt, und auf diesem Weg wird unterwegs auch das bloß rationale Denken transzendiert. Es wird damit sinnlos, über das zu sprechen, was „danach“ kommt. Begriffe kreisen wie die Welt der Objekte immer um ein Etwas. Das, worum es wirklich geht, ist kein Etwas, nichts Dingliches, eigentlich Nichts (Nicht-Etwas). Alles was sich sagen lässt ist, dass das Ich dann längst verloschen und transzendiert ist. Deswegen spricht der Buddhismus vom Nirvana, was nicht Nichts, sondern Verlöschen bedeutet. Der Buddha hat sich geweigert, über dieses Nicht-Etwas zu reden, weil jedes…

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