L(i)eben

Erste Liebe,
zart erblüh’n
versinken im Du,
doch rastlos Unruh‘.
Aus Gründen vergeht,
von Stürmen verweht.

Enttäuscht sich finden,
in anderen Gründen,
ohne lang verweilen,
mal kürzer, mal länger,
schmerzlich bisweilen.
Mal heftig entflammt,
mal sanft nur entbrannt,
eine große Liebe,
entschwindet gebannt.

Einen Hafen gefunden,
Geborgenheit erhofft,
doch Stürme und Wellen
einfach zu oft.
Die Hafenmauer bröckelt,
die Seele zerstückelt,
Nacht wird’s im Hafen,
die Liebe geht schlafen,
versinkt in traumloser Nacht.

Der Tag beginnt um Mitternacht,
langsam wird‘s heller,
bis die Sonne mit Macht,
den Horizont erst erleuchtet,
besiegt dann die Nacht.
Ohne dich zu hören,
sprichst du mich an.
Bist du’s, die ich suchte
mein Leben lang?

Jetzt könnt‘ ich lieben,
wie noch nie im Leben,
jetzt ahn‘ ich, was ist, wie es ist.
Was Jugend langsam tastend sucht,
was Leben, Leid und Schmerz uns rät,
gärt und reift,
uns ganz ergreift,
zur Vollendung kommt,
– und doch zu spät?

Mit 17 schon sagt‘ ich,
wenn einmal ich geh‘,
wird der schönste Tag meines Lebens.
Jetzt fühl ich wie je:
in Liebe ich geh‘,
selbst wenn kein Gegenüber;
denn leben und lieben
eins nur ich seh‘.

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