Im Augenblick

Da stehen sie nun, er angelehnt an irgendwas,
sie vor ihm, ungläubig lächelnd.
Er nimmt sie an den Schultern,
zieht sanft sie heran.
Hast du nicht einmal gefragt,
warum ich nicht meditiere?
Meine Übung ist Leben.
Nimm den Besen und kehre den Hof.
Wenn du nur tust, was du tust,
alles zu geben,
wird Zeit zur Ewigkeit.

Aber jetzt, meine Liebe,
sind wir bei der schönsten Übung unseres Lebens.
Denk nicht, was war,
nicht was nicht sein darf.
Zeit des Gebens.
Wir steigen nicht zweimal in denselben Fluss!
Denk nicht, was werden soll,
was nicht werden darf,
weil anderes wichtiger ist,
und anderen gefällt.
Nichts ist wichtiger als das, was ist.
Wir haben so wenig Zeit.
Wenn wir nur diesen Augenblick leben,
haben wir alle Zeit dieser Welt.

Er legt seine Arme um sie.
Wange an Wange.
Dann blicken sie sich in die Augen.
Nur du, und sonst nichts,
versinken im Sein.
Nicht mal ich,
denn da ist Größeres.
Einfach nur Da-Sein.
Wie in Zeitlupe nähern sich die Gesichter,
finden sich ihre Lippen,
die Welt versinkt,
ihre Seelen sind schon eins.

 

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