Ohne Himmel?

Hätten kein Wetter, kein Wasser, kein Leben,
Sonne, Licht und Wärme würd’s nicht geben,
die Luft zum Atmen würde fehlen,
öde Wüste würd‘ uns quälen.

Sag noch einer: Bloß die Erde,
dass die Evolution uns werde,
alles ward aus trock‘nem Staub.
Doch bliebe alles seltsam taub.

Wär‘ unser Denken bodenverhaftet,
wüstenhaft wär‘ nichts verkraftet.
Ohne weiten Horizont und Himmelssphären
würd‘ Denken in sich selbst vergären.

Wär‘ bloß erdig unser Fühlen,
könnt‘ nur pulvrig Staub aufwühlen.
Könnte Steine nicht erweichen
und kein einzig Herz erreichen.

Blieb‘ am Boden unser Sehnen,
könnt‘ nur in die Breite dehnen,
Keine Grenzen überschreiten,
lichte Höhen sich nicht weiten.

Ohne Weltenall und Sternenreih‘n
dunkel wär‘ all unser Sein.
Fragmente würden schnell verweh‘n,
würd‘ Ganzes nicht über allem steh‘n.

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