Ostern

Ich bin zugegen, als der Herr sagt:
„Dies ist mein Leib … Dies ist mein Blut…“
Ist er doch ganz Mensch und ganz Gott!
Er sieht mich an und fragt:
„Bist du dir deiner Menschlichkeit bewusst? Weißt du um deine Göttlichkeit?
Folge mir nach – in beiden Aspekten!“

In dieser abgrundtiefen Zerrissenheit…
Von dieser Welt, in dieser Welt, ans Kreuz geschlagen,
blutend – und doch triumphierend.
Nicht von dieser Welt, immer schon weit mehr als Mensch,
ek-statische Existenz, herausragend, in Ewigkeit hinein.
Dreh- und Angelpunkt, das Kreuz, wo das Irdische sich ins Ewige wandelt.
Doch erst am dritten Tag!

Die Taufe ist zunächst untertauchen, nackt und bloß
ins Angesicht der Unterwelt, der Toten,
ohne die es keine Auferstehung gibt.
Erlöst werden müssen die Leichen,
auferweckt, verlebendigt einzig durch Liebe.

So bringe ich das Unterste dem Obersten näher
durchlichte meine Hölle, steige mit ihr empor
und rette mit – meine ganze Welt.

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