Fließen

 

Im Fragmentieren unserer Welt

haben wir den Lebensfilm

zu Standbildern degradiert.

So schnell sie auch aufeinanderfolgen

es wird kein Film mehr draus.

 

Die Zeiger der Uhren springen

von Sekunde zu Sekunde,

das Dazwischen überspringend,

um uns notdürftig zu erinnern,

dass da etwas Fließendes war.

 

Im Zusammensein vergeht die Zeit

wie in rasendem Fluge.

Im Warten dehnt sie sich

kommt kaum an ein Ende,

und Tränen lassen die Zeit stillstehen.

 

Als wäre sie in einem Standbild eingefroren.

Kein Zeiger, der weiterspringen würde,

als wär alles Fließen zu Eis erstarrt.

Nur Licht und Wärme der Sonne

könnte die Zeit wiederbeleben.

 

Erde getrennt vom Himmel

oder Himmel ohne Erdengrund

bringt kein Lebendiges hervor.

Nur wenn der Himmel sich zur Erde neigt,

kann Leben sich entwickeln.

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