„Ganzheitliche Therapie und Salutogenese“

Mt hat und ausübt, der weiß, dass mit der Beherrschung der Methode nicht alles getan ist. Es bleiben Fragen: Was bedeutet ganzheitliches Denken? Was ist mein persönlicher Zugang? Wer ist dieser Mensch, dem ich meine Begleitung anbiete? Diese Fragen sind nur jenseits von Methoden, Diagnosen und Therapien zu beantworten, und dafür gibt es bisher keine eigene Ausbildung. Daher bietet der FH Campus Wien in Zusammenarbeit mit der Wiener Internationalen Akademie für Ganzheitsmedizin einen neuartigen Masterlehrgang „Ganzheitliche Therapie und Salutogenese“ an.

Von einem Paradigmenwechsel, von ganzheitlichem Denken und ganzheitlichen Methoden ist seit mindestens einem halben Jahrhundert die Rede, ohne dass wirklich geklärt wäre, worum es dabei geht. Komplementäre Methoden sind noch nicht per se ganzheitlich. Ganzheitlich ist nicht die Methode, sondern das Welt- und Menschenbild, der individuelle, ganz persönliche Zugang zum Patienten als ganzen Menschen.

Versucht man das zu definieren oder zu beschreiben, muss man einen Schritt hinter die Methoden zurückgehen. Dr. Gerhard Hubmann: „Ganzheitliche Denkweise ist der Ausdruck eines Weltbildes, das den Menschen wieder als Einheit von Körper, Geist und Seele in seiner Umwelt sieht und ihn in seiner Beziehung zur Natur wiederherstellt.“ Ganzheitlich ist nicht die Methode, sondern das Welt- und Menschenbild von Therapeut und Klient. Berücksichtigt wird das (naturwissenschaftlich) Messbare und das Nicht-Messbare, das Psychosoziale. Der Mensch kann nicht isoliert von seiner Umwelt gesehen werden, und es wird primär nicht eine Krankheit ausgetrieben, sondern ein komplexer natürlicher Zustand wiederhergestellt. Wichtig ist der individuelle Mensch mit seiner Beziehung zu anderen und zur Umwelt. Das schließt komplexe physiologische und psychologische Faktoren genauso ein wie Ernährung und Umwelteinflüsse, die therapeutische Kompetenz genauso wie die Gesundheitsvorsorge und Prävention. Basis ist die Fähigkeit des Organismus zur Selbstregulation und Regeneration.

Masterlehrgang „Ganzheitliche Therapie und Salutogenese“

Gerhard Hubmann ist Lehrgangsleiter des Masterlehrgangs „Ganzheitliche Therapie und Salutogenese“ am FH Campus Wien. Dieser steht allen gesetzlich anerkannten Gesundheitsberufen – von Medizinern und Apothekerinnen, über Psychologen und Psychotherapeutinnen bis hin zu Hebammen, Gesundheits- und Krankenpflegepersonen sowie gehobene medizinisch-technische Dienste offen. Eine solche Sicht kann die Spezialisierung und Fragmentierung „entschärfen“, die im Gesundheitssystem Vor-, aber auch Nachteile hat. „Der Masterlehrgang führt zusammen, was längst zusammengehört“, fasst Gerhard Hubmann zusammen.

Das kann man an den Modulbezeichnungen des viersemestrigen Lehrgangs ablesen: „Denk- und Rechtsgrundlagen der ganzheitlichen Therapie und Salutogenese“, „Ganzheitliche Systeme und Kulturen“, Behandlungs- und Beratungsstrategien und interdisziplinärer Dialog“, „Prävention und Salutogenese“, Praktische Anwendung der Methoden“, „Methodenspektrum“ sowie „Wissenschaft in ganzheitlicher Therapie und Salutogenese“.

Damit können die StudienteilnehmerInnen auf sozialpsychologischer Basis ihre Beratungs- und Kommunikationskompetenz erweitern und sich einen integrativen Ansatz aneignen. Um einen umfassenden Einblick in den menschlichen Organismus als komplexes System zu erhalten, setzen sie sich mit den Grundlagen aus Medizin und Naturwissenschaften sowie der Systemtheorie und -analyse auseinander. Dazu kommen Einblicke in die Kulturwissenschaften und in traditionelle ganzheitliche Gesundheitssysteme verschiedener Kulturen.

Ziel ist auch ein international vergleichbarer akademischer Abschluss und nicht zuletzt der Ausbau der Forschungskompetenz, um Wissenschaft und Forschung im Bereich der ganzheitlichen Gesundheitsberufe im internationalen Vergleich zu stärken.

 

Masterlehrgang „Ganzheitliche Therapie und Salutogenese“

https://www.fh-campuswien.ac.at/studiengaenge/gesundheit-master/ganzheitliche-therapie-und-salutogenese.html

FH Campus Wien in Zusammenarbeit mit der Wiener Internationalen Akademie für Ganzheitsmedizin

 

Lehrgangsleiter: Dr. Gerhard Hubmann

Organisationsform: berufsbegleitend, 4 Semester

Studienplätze: 20

Abschluss: Master of Science (MSc)

Lehrgangsbeitrag: 13.600 EUR (bei Einmalzahlung)

Bewerbung: https://bewerben.fh-campuswien.ac.at

Bewerbungsfrist für das Sommersemester 2018:  15. Dezember 2017

Information: Open House am 17. November 2017

 

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Gerhard Hubmann ist Lehrgangsleiter Ganzheitliche Therapie und Salutogenese, Allgemeinmediziner, Homöopath und langjähriger Förderer der Ganzheitsmedizin. Er leitet ein Therapiezentrum für Ganzheitsmedizin, ist Vizepräsident der Wiener Internationalen Akademie für Ganzheitsmedizin (GAMED) und Berater für Komplementärmedizin der Wiener Gebietskrankenkasse.

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