Auferstehung

In die Welt geworfen

zerbrechend

in gebrochener Welt

aber unendlich strebend

nach dem Unerreichbaren

es antizipierend

wirklich zu sehen.

 

Himmel und Erde

unversöhnlich

doch aufeinander

bezogen und angewiesen

 

Dann hüllte sich der Himmel

in irdisches Gewand  –

wie nahe der Himmel war

in seiner Unverstandenheit  –

und nahm das gebrochen

Irdische in den Himmel auf

 

Jetzt ist es möglich

im Gefängnis

den Himmel

offen zu sehen

dem, der es wagt

Fließen

 

Im Fragmentieren unserer Welt

haben wir den Lebensfilm

zu Standbildern degradiert.

So schnell sie auch aufeinanderfolgen

es wird kein Film mehr draus.

 

Die Zeiger der Uhren springen

von Sekunde zu Sekunde,

das Dazwischen überspringend,

um uns notdürftig zu erinnern,

dass da etwas Fließendes war.

 

Im Zusammensein vergeht die Zeit

wie in rasendem Fluge.

Im Warten dehnt sie sich

kommt kaum an ein Ende,

und Tränen lassen die Zeit stillstehen.

 

Als wäre sie in einem Standbild eingefroren.

Kein Zeiger, der weiterspringen würde,

als wär alles Fließen zu Eis erstarrt.

Nur Licht und Wärme der Sonne

könnte die Zeit wiederbeleben.

 

Erde getrennt vom Himmel

oder Himmel ohne Erdengrund

bringt kein Lebendiges hervor.

Nur wenn der Himmel sich zur Erde neigt,

kann Leben sich entwickeln.

Ohne Himmel?

Hätten kein Wetter, kein Wasser, kein Leben,
Sonne, Licht und Wärme würd’s nicht geben,
die Luft zum Atmen würde fehlen,
öde Wüste würd‘ uns quälen.

Sag noch einer: Bloß die Erde,
dass die Evolution uns werde,
alles ward aus trock‘nem Staub.
Doch bliebe alles seltsam taub.

Wär‘ unser Denken bodenverhaftet,
wüstenhaft wär‘ nichts verkraftet.
Ohne weiten Horizont und Himmelssphären
würd‘ Denken in sich selbst vergären.

Wär‘ bloß erdig unser Fühlen,
könnt‘ nur pulvrig Staub aufwühlen.
Könnte Steine nicht erweichen
und kein einzig Herz erreichen.

Blieb‘ am Boden unser Sehnen,
könnt‘ nur in die Breite dehnen,
Keine Grenzen überschreiten,
lichte Höhen sich nicht weiten.

Ohne Weltenall und Sternenreih‘n
dunkel wär‘ all unser Sein.
Fragmente würden schnell verweh‘n,
würd‘ Ganzes nicht über allem steh‘n.